Heute hatten wir Sarvabhavana Prabhu in unseren vier Wänden zu Gast. Er ist ein spiritueller Lehrer der Bhakti Tradition, welcher ursprünglich aus Indien kommt. Vor knapp 10 Jahre lernte ich ihn in meiner Kölner-Tempelzeit kennen. Damals war er eine Woche zu Gast und trug Geschichten aus dem Mahabharata vor. Es ging um die Unterweisungen die Großvater Bishma seinem geliebten Enkel Yudistira auf dem Sterbebett gab. Sarvabhavana Prabhus versteht es dieses zeitloses Wissen systematisch, wissenschaftlich und für unser Leben relevant zu präsentieren.
Mit ihm besuchten uns ca. 20 Freunde und Bekannte. Veronika hatte gestern mit den Kindern den Altar besonders geschmückt und ich hatte ein kleines Festmahl vorbereitet. Zu Beginn sangen wir alle gemeinsam und stimmten uns ein. Anschließend sprach Sarvabhavana Prabhu über die fünf Hauptthemen der Bhagavat-gita (die Zeit, die materielle Natur, Karma-Handlungen, die individuelle Seele und die Höchste Seele). Danach ging er noch auf die Bedeutung des Srimad Bhagavatams ein, insbesondere was dieses Werk von anderen religiösen Schriften unterscheidet. Viele wichtige Punkte konnte er sehr anschaulich darstellen. Anschließend wurde das Mahl verteilt und viele aßen zum ersten mal in ihrem Leben ein salziges Chutney. Leider hatte ich anstatt des Zuckerglases das Salz gegriffen. Die meisten haben gedacht das muss so sein – super! Ansonsten hat es aber geschmeckt.
Nach einer Zeit für Gespräche verließen unsere Gäste angeregt unser Heim und hinterließen uns eine schöne Atmosphäre. Als ich Abends noch mal kurz mit Radhe im Park unterwegs war, bemerkte ich, wie ich wie selbstverständlich Krishnas Namen weiter sang. Ach schön. Solch ein schöner Tag hat wirklich etwas mit uns zu tun. Damit meine ich nicht mit unseren äußeren Bezeichnungen, unseren Masken, wie Sarvabhavana Prabhu heute so schön bemerkte, sonder mit uns dem ewigen Lebewesen, welches sich nach Nahrung für die Seele verzerrt. Ich hoffe, dass wir bald wieder einmal mit unseren Freunden bei uns solch einen Tag erleben dürfen.
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Hach, ich kenne das, wenn man vollkommen erfüllt von positiver Energie ist.
Von: jenny am November 10, 2011
um 4:05 pm
Welch große Ehre für mich. Schön mal wieder einen Kommentar von Dir zu bekommen. Ich habe mir die letzten Wochen auch mal eine kleine Auszeit gegönnt. Nächste Woche soll es aber wieder losgehen. Bis bald.
Von: gaurakrishna am November 10, 2011
um 8:05 pm