Verfasst von: gaurakrishna | November 16, 2011

Kleine Schreibpause

In den letzten ‘Wochen habe ich meinen Blog mal etwas ruhen lassen. Mehrmals wollte ich etwas schreiben, verschob es aber immer wieder. Natürlich ist in der Zeit einiges passiert äußerlich und innerlich. Über Wochen war ich antriebsschwach, da ich eine Erkältung verschleppt hatte und zwischenzeitlich von Dauerkopfschmerzen durch eine Nasennebenhöhlenentzündung geplagt wurde. Das Gute ist, das auch die schwierigen Phasen im Leben vorüber gehen und ihren Sinn haben. Natürlich heißt das logischer Weise im Umkehrschluss, dass die sonnigen Zeiten auch vorüber gehen, zumindest äußerlich. Seit etwas mehr als zwei Wochen fühle ich mich nun wieder als „Mensch“ und befinde mich energetisch wieder im Aufwind, erst mal.

Auf Arbeit bin ich mich momentan in einem großen Lernprozess, was im Grunde auch nie aufhört. Mir ist jetzt noch einmal klar geworden, dass in der Pädagogik kleine Erkenntnismomente mit viel Geduld und über Jahre hinweg teuer erkauft werden müssen. Dies kann manchmal ganz schön intensiv werden. Mit meiner Außenarbeitsgruppe konnten ich den letzten drei Wochen, den Herbst wieder von seiner schönsten Seite kennenlernen.

Auf meinem Arbeitsweg habe ich damit aufgehört mir Früh die Nachrichten auf dem Deutschlandfunk anzuhören. Ich kann diese negative Energie momentan einfach nicht ertragen. Stattdessen höre ich mir im Hintergrund leise einen Bhajan von Srila Prabhupada an und chante ein wenig um mir die nötige Kraft für den Tag zu holen. Ich habe wieder erfahren, dass in Zeiten der gefühlten Hilflosigkeit, wenn die „eigene“ Energie nicht ausreicht, eine Zuflucht beim Höchsten.- Krishna, welcher das Behältnis unbegrenzter Energie und Freude ist, das einzig Sinnvolle ist. Woher kommen unsere besonderen Fähigkeiten, unsere Intelligenz und unsere Inspiration. Krishna sagt in der Bhagavad-gita, dass er die Fähigkeit in den Menschen ist.

In der momentanen Jahreszeit, wenn die Tag kürzer und weniger lichtvoll werden, wenn die Kälte unsere Umgebung langsam erstarren lässt, empfinde ich auch in mir die Neigung mich mehr in mich zurückzuziehen und verstärkt auf die innere Reise zu gehen. Es ist die Zeit der Besinnung. Dieses Jahr habe ich es endlich mal wieder geschafft die Bhagavad-gita neu zu entdecken. Momentan lese ich im Srimad-Bhagavatam (1 Canto) und bin wirklich aufrichtig begeistert. In den letzten Jahren habe ich viele Klassiker gelesen, doch die Klarheit und Tiefe des Bhagavatams ist einzigartig. Im Licht des Bhagavatams habe ich in der Vergangenheit auch Zugang zu anderen Werken wie z.B. der Bibel gefunden. Das möglichst tägliche Lesen gibt mir Kraft und lässt mich die Welt ganz klar sehen. Das Bhagavatam gilt als Schriftinkarnation von Krishna. Beim Lesen kann ich Gemeinschaft mit großen Seelen und mit ihm haben, einen Zugang zu ihm finden. Das kann ich natürlich nicht erzwingen , es gelingt mal mehr und mal weniger. Aber das regelmäßige Lesen hilft. Um jemanden besser lieben zu können, brauche ich auch Informationen über Ihn und muss mich mit ihm auseinander setzen. Wie soll der Einzelne sonst dem Gebot der Bibel folgen, dass man Gott lieben soll?

Heute nach einem schönen zweistündigen Spaziergang mit Radhe, habe ich nun endlich etwas Zeit gefunden, mal wieder ein paar sehr persönliche Zeilen von mir zu schreiben. Oft streife ich solche Themen nur sanft, um niemanden zu verschrecken. Es ist jedoch auch wichtig hin und wieder ein offeneres Wort zu gebrachen, da es mich nun einmal beschäftigt. Heute Abend kommt Medi, Yamuna, Marlies und Ivo vorbei und wir wollen ein Stündchen singen und danach noch ein bisschen plaudern, bevor es dann morgen weiter geht. Ich wünsche allen noch eine schöne Woche.

PS: Ich habe noch einen Link von einem Bhajan von Madhava Prabhu in Zürich angehangen. Besonders der zweite Teil reißt mich mit.

http://www.youtube.com/watch?v=cTN_A7yOhc8″ title=”Bhajan Madhava Zürich

 

 


Antworten

  1. Das ist wirklich ein schöner Beitrag und ich fühle mich dir und deinem Blog nun wieder etwas näher.
    Ich wünsche dir weiterhin aufschwingende Energie und viele Momente der Besinnlichkeit.

  2. Hallo liebe Jenny, das wahren noch Zeiten, wo wir uns hier öfters begegnet sind. Danke für Deinen Kommentar. Schau doch später noch mal nach, da es etwas braucht, bis der Bhajan-Link angezeigt wird. Auch ich wünsch Dir eine gute Zeit!


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